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Gesundheit des Irish Terriers


Auch das Thema Krankheiten wollen wir hier auf unserer Homepage nicht vergessen.
Die Irish Terrier gehören noch zu den wenigen Rassen, die mit am gesündesten sind. Unsere Tierklinik sieht uns oftmals nur einmal im Jahr zur regulären Impfung.

Aber darauf wollen wir hier nicht hinaus. Wir wollen hier aufzeigen welche Krankheiten beim Irish Terrier vorkommen können. Wenn diese auch selten sind, sollten sie dennoch nicht unerwähnt bleiben.
Es handelt sich hier um solche Erkrankungen die man aber auch bei vielen anderen Rasse-Hunden sowie auch Mischlingen zu finden sind.

Zum einen gibt es die Digitale Hyperkeratose / Corny Feet und zum anderen Chystinurie. Über beide mögliche Erkrankungen beim Irish Terrier möchten wir in den nachfolgende Absätzen einmal kurz Informieren.




Digitale Hyperkeratose / Corny Feet


Kurze Erläuterung:

"Hyperkeratose" bedeutet generell: übermäßige Verhornung der Haut.
Die Bezeichnung "digital" bezieht sich auf den Fachausdruck für die fünf Pfotenballen des Hundes, die "Digitalballen".
Nicht umsonst wird diese Erbkankheit umgangssprachlich auch "corny feet" - körnige Füße, genannt.

Wie bereits oben erwähnt handelt es sich bei dieser Krankheit um eine Erbkrankheit, die erst in einem Alter von ca. 5 - 6 Monaten erkannt werden kann. Diese Krankheit ist nicht heilbar.

Die Ballen eines gesunden Hundes sind weich, fest, elastisch und abgerundet. Bei einem an Hyperkeratose erkrankten Hund sind die Ballen trocken, verhärtet und abgflacht, so dass sich Risse bilden. Untenstehend finden Sie Bilder eines gesunden und eines erkrankten Ballens.
Zudem gibt es Veränderungen der Krallen. Während bei einem gesunden Hund die Krallen am Ende zu einer Spitze verlaufen, enden die Krallen bei einem erkrankten Hund stumpf. Sie sehen aus, als hätte man sie gerade abgeschnitten. Durch übermäßiges Wachstum der Krallen laufen sich die betroffenen Hude diese in der Regel nicht genügend ab und dadurch sind die vorderen Krallen oft schief. Auch hierzu finden Sie untenstehnden Bilder im Vergleich gesunder Krallen zu erkankten.

Die Krankheit kann von Hund zu Hund unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Generell müssen nach derzeitigem Wissensstand drei Merkmale gemeinsam auftreten. Die eine Diagnose der digitalen Hyperkeratose (DH) sicherstellen.
Hierzu zählen, wie bereits oben erwähnt, die trockenen und rissigen Ballen sowie die Veränderungen der Krallen. Das dritte Merkmal betrifft die Fellstruktur des Hundes. Dies äußerst sich durch gekräuseltes Haar des betroffenen Hundes, wobei die Betonung hier auf "gekräuselt" liegt, da es auch Irish Terrier mit welligem Haar gibt.

Beim Irish Terrier wurde über die Jahre hinweg durch Ballenkontrollen auf Ausstellungen und Zuchtzulassungen eine Zucht mit betroffenen Tieren verhindert. Durch diese Maßnahme, die ca. 1980 eingeführt wurde konnte diese Krankheit fast eliminiert werden so dass heutzutage die Digitale Hyperkeratose nur noch sehr selten vorkommt. Da bis heute beim Irish Terrier noch kein geneitscher Marker gefunden werden konnte, ist bis zu weiteren Erkenntnissen das konsequente Zuchtverbot mit erkrankten Tieren die zuverlässigste Maßnahme zur Gesunderhaltung der Rasse.

Mein Dank geht an Frau Britta Schmid für die zur Verfügungstellung der unten gezeigten Bilder (Copyright by www.familienkromi.de.vu)

Gesunder Ballen Gesamtbild eines erkrankten Ballens
Krallen eines gesunden Hundes Krallen eines erkranten Hundes



Chystinurie


Vermutlich ist Cystinurie eine autosomal-rezessiv verebte Stoffwechselerkrankung.
Einen Nachweis, dass es sich bei Chystinurie um eine Erbkrankheit handelt gibt es bislang nicht. Eine eventuelle Vererbungsweise ist nicht bekannt.
Bislang sind hauptsächlich die Rüden von dieser Krankheit betroffen, da Rüden eine viel engere und auch längere Harnröhe haben als Hündinnen.

Bei Chystinurie handelt es sich um eine Stoffwechselstörung die vor allem in der Niere vorkommt (Störung bestimmter Aminosäuren/Eiweißen). Im genauen bedeutet die Krankheit Cystinurie, dass das Cystin über den Harn ausgeschieden wird, was eben bei gesunden Hunden nicht sein darf! Bei gesunden Hunden wird das Chystin über die Niere zurück in den Blutkreislauf transportiert und nicht wie bei erkrankten Hunden über den Harn ausgeschieden. Wenn das Cystin bei kranken Hunden über den Harn ausgeschieden wird kann dies dann zur Bildung von kleinen und großen Steinen in der Blase führen. Diese Steine wiederum führen dann letztendlich zu Entzündungen und einer Harnblockade (kein absetzen des Urins mehr möglich). Im schlimmsten Fall muss dann der Hund in Narkose gelegt und operiert werden.

Eine Steinbildung kann aber auch von weiteren verschiedenen Faktoren abhängen wie zum Beispiel Harnwegsinfektionen oder auch die Ernährung des Hundes können die Bildung eben dieser Steine beeinflussen. Ein Bild hierzu finden Sie untenstehend.



Cystinurie kann derzeit nicht geheilt werden. Man kann diese Krankheit aber durch enstprechende Fütterung des Hundes (Diätnahrung) bekämpfen, so dass sich keine Steine mehr bilden. Ganz wichtig ist hierbei auch darauf zu achten, dass der Hund viel Wasser trinkt und regelmäßig die Möglichkeit geboten bekommt seinen Harn abzusetzen. Dies gilt selbstverständlich auch für gesunde Hunde egal ob Rüde oder Hündin. Ein regelmäßigen Absetzen des Urins ist generell wichtig um auch andere Blasenerkrankungen des Hundes zu vermeiden.

Es wird derzeit an einem Gen-Marker für diese Krankheit beim Irish Terrier geforscht. So dass es vielleicht irgendwann einmal einfacher sein wird eventuelle Träger festzustellen.

Derzeit kann man dies nur mit dem sogenannten COLA-Test tun.
Die sogenannten COLA - Aminosäuren (Cystin-Ornithin-Lysin-Arginin). Alle vier zusammen werden als Cystinurie definiert.


Dieser Test bringt zwar etwas Sicherheit aber er ist auch nur dann aussagekräftig wenn keine Manipulationen das Resultat verfälschen. Bislang ist es so, dass durch entsprechende Futtergabe oder durch Zugabe zum Futter von Vitamin C die Werte entsprechend beeinflusst werden können. Somit bietet dieser Test keine ausreichende 100 %ige Sicherheit.



Diverse Krankheiten


Die Beiden von uns oben aufgeführten Krankheiten können gegebenenfalls beim Irish Terrier auftreten.
Diese beiden Krankheiten können aber durch entsprechende züchterische Maßnahmen reduziert und begrenzt werden.

Deshalb wollen wir hier noch kurz darauf Hinweisen, dass Ihr Hund natürlich auch an ganz alltäglichen Dingen erkranken kann:
zum Beispiel gehören hierzu Magen-Darm-Erkrankungen, Bindehautentzündungen, macken und schrammen, die beim spielen und toben mit anderen Hunden entstehen können usw.

Desweiteren sollten Sie einen Wurmbefall des Hundes durch regelmäßige gabe von Wurmkuren, die Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten vermeiden.


Also Bedenken Sie, dass auch Tierarztkosten auf Sie zukommen können.


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© Irish Terrier Zucht „aus dem alten Garten“ / Sandra und Andreas Dax