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Auf den Hund kommen


Ihre Entscheidung ist klar. Sie wollen also wirklich einen Hund, einen vierbeinigen Freund für´s Leben.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung! Sie werden es mit Sicherheit nicht bereuen!

Sie haben sich noch nicht auf eine Rasse festgelegt. Bitte entscheiden Sie sich nicht gleich für den erst besten Hund auchnicht gleich für den aus dem Zeitungsinserat und schon gar nicht für den, der Ihr Mitleid spontan weckt.

Es ist gut, wenn Sie sich bei Ihrer Entscheidung beraten lassen. Am besten von unabhängigen und kompetenten Personen oder Einrichtungen, wie z. B. dem Tierarzt, seriösen Tierschutzinitiativen, Ihnen bekannten Hundehaltern, denen Sie auch Kompetenz und Unabhängigkeit zutrauen. Eventuell hiflt auch noch das ein oder andere Fachbuch aus dem gut sortierten Bucherladen oder der Bibliothek bei Ihrer Entscheidungsfindung.

Nur so können Sie erfahren, worauf Sie beim Kauf Ihres vierbeinigen Familienmitgliedes achten sollten, welches Tier am besten zu Ihnen oder Ihrer Familie und Ihrer Lebenssituation passt und Ihren Erwartungen entsprechen könnte. Auch müssen Sie sich entscheiden, ob es ein Welpe, ein Junghund oder nicht besser ein erwachsenes Tier sein soll.


Aber vor allem eins ist besonders wichtig!!!

Untersützten Sie keine Leute, die den Hundeverkauf als Geschäft sehen und betreiben wie z. B. Hundehändler oder Welpen von "Züchtern", die mehrere Rassen anbieten.


Das vorrangige motiv für diese beiden Gruppen ist der Profit ihrer Geschäfte. Dadurch werden auch die Aufzucht und Prägung der hunde vernachlässigt. Ganz besonders wichtig ist im Welpenalter (ab der 3. Lebenswoche) die Welpenprägung, die später vom neuen Besitzer nicht mehr nachgeholt werden kann! (Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr). Deshalb kann es hier durchaus zu haltungsbedingten psychischen und gesundheitlichlichen Schäden bei Welpen und Jungtieren kommen.

Angenommen, Sie entscheiden sich dafür, einen Rassehund zu erwerben und haben nach Ihren persönlichen Abwägungen eine Rasse ausgewählt. Dann sind Sie nun auf der Suche nach einem guten Züchter, um dort Ihren Welpen/Hund zu kaufen. Sie werden jetzt denken, das ist "leichter gesagt als getan" aber wie und wo finde ich einen guten, seriösen Züchter und was macht diesen eigentlich aus?

Der gute Züchter der von Ihnen ausgewählten Rasse ist Mitgleid in einem das züchterische Geschehen kontrollierenden Rasseverband. Die seriösen Rasseverbände sind in Deutschland unter dem VDH (Verband für das Deutsche Hundwesen) angesiedelt. Auch hat der VDH auf seiner Homepage (www.vdh.de) für Welpeninteressierte Kriterien zur Beurteilung des jeweiligen Züchters einer Rasse aufgestellt.

Sie interessieren sich also für einen Terrer. Zuständig für insgesamt 29 Terrier-Rassen ist der Klub für Terrier (KfT) e.V. von 1894 (Hauptgeschäftsstelle Schöne Aussicht 9, 65451 Kelsterbach/Main, Tel. 06107 75790 / Fax 061077 75928 / www.kft-online.de). Er unterhält unter anderem eine eigene Welpenvermittlungsstelle. Innerhalb des KfT wird die Rasse "Irischer Terrier" im Irish Terrier Förderverein besonders gepflegt (www.foerderverein-irish-terrier.de).

Aber nun kommen wir zurück zum eigentlichen Thema "guter Züchter". Der gute Züchter sollte möglichst nur eine Rasse züchten und nur wenige Würfe im Jahr haben. Das Züchten sollte er als engagiertes verantwortungsbewusstes Hobby sehen und nicht als eine gute zusätzliche Einnahmequelle. Die Welpen sollten viel Kontakt zu menschen und anderen Haustieren haben. Sei sollten auch als vollwertige Familienmitglieder gesehen werdenund in Haus,Garten und Familie voll in das Alltagsleben mit eingebunden sein. Wichtig ist es auch, dass Sie beim Wurfbesuch oder bei einem früheren Besuch, z. B. bei der Besichtigung der Zuchtstätte auf das Verhalten der erwachsenen Hunde dem züchter aber auch Ihnen gegenüber achten. Und eines wäre auch noch von großer Wichtigkeit, kaufen Sie keinen Welpen, ohne dessen Mutter gesehen zu haben! Noch besser wäre es, wenn Sie auch den Vater der Welpen kennenlernen könnten.

Von blitzeblanken Fußböden oder aufwenigen Zwingerkonstruktionen sollten Sei sich nicht beeindrucken und blenden lassen. Die Wurfkistenhygiene ist nur die eine Seite der Medaille. Die Hygiene ist sicherlich nicht außen vor zu lassen aber am wichtigsten ist doch der Familienanschluss und die behutsame Prägung der Welpen. Die letztgenannten beiden Punkte sind absolute Pflicht für einen selbstbewußten verträglichen und charakterstarken Welpen/Hund, damit Sie viel Freude an Ihrem neuen Begleiter während der nächsten gemeinamen Jahre haben. Und dass die rund zehnwöchige Tag- und Nachtbetreuung der Welpen durch den Züchter auch ihren preis hat, sollte Sei doch nicht verwundern, oder?

Und des gibt noch etwas, das einen guten Züchter ausmacht. Wenn seine Welpen erstmal aus dem Haus gegegangen sind, begleitet von den guten Wünschen für ein langes und schönes Hundeleben, vermisst er sie. Er bleibt aber seinen Hunde und auch deren Besitzern über Jahre verbunden und hält nach Möglichkeit Kontakt zu allen Welpenkäufern, veranstaltet vielleicht hin und wieder sogar einmal ein Welpentreffen. Nachbetreuung, Hilfestellung, Beratung und Trimmanleitung sind für ihn selbstverständlich.

Und wenn zwischen Ihnen und "Ihrem" Züchter die Chemie stimmt, ergibt sich vielleicht über lange Jahre hinweg eine ganz besondere Beziehung.


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Einige Textpassagen übernommen mit freundlicher Genehmigung von Frau Helga Richter-Lönnecke / Irish Terrier Kennel Merry Dancer's.